"Ich kenn' ja nix von der, aber meine Freundinnen da hinten

würden echt gerne was von Helene Fischer hören."

Aus dem Alltag eines DJs -  Dezember 2017


Platte des Monats (2024)

Hier stelle ich in mehr oder weniger regelmäßig ein Schmuckstück aus meiner Sammlung vor. Wer bei den Kommentierungen zu den Platten weitestmögliche Objektivität erwartet, hat natürlich Pech gehabt. Ich bitte daher vorsichtshalber schon mal um Entschuldigung, sollte ich jemandes Lieblingskünstler unsachgemäß erwähnen. Ist fast nie ernst gemeint.

 

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Die Platten des Monats der Vorjahre gibt's  auf den separaten Archivseiten (siehe die entsprechenden Untermenüpunkte). 


Februar 2024

 

Marie Queenie Lyons, Soul Fever

Vampi Soul/King Records, 1970 (Re-release 2023)

 

 Marie Queenie Lyons - Soul Fever (1970)

Dem Autor der Liner Notes auf dem Backcover von Marie Queen Lyons’ Album „Soul Fever“ mangelt es womöglich an Fingerspitzengefühl - beschreibt er doch nicht nur, welch mächtige Erscheinung Marie ist, sondern liefert auch gleich noch Größe und Körpergewicht mit („eine echte Amazone mit anmutigen 135 Pfund bei 1,78m Körpergröße"). Na ja. Sicher ist aber, dass Marie stark klingt, und das hat auch James Brown damals erkannt und ihr 1970 die Veröffentlichung ihres einzigen Albums auf seinem Label ermöglicht. Der bekannteste Song des Albums is wohl See and don’t see. Mein persönlicher Dancefloor-Favorit ist Your thing ain’t good without my thing, wobei sich die Tanzbarkeit erst um den Refrain rum richtig bemerkt macht.  Marie kann auch Ballade, wie We’ll try together zeigt. Bei den Uptempo-Nummern, z.B. Daddy’s house, scheint sie aber eher in ihrem Element zu sein. Alles in allem ein gutes Soul-Album, dass zu unrecht vollkommen unter dem Radar fliegt.

[Jochen Praefcke]



Januar 2024

 

L'Eclair, Cruise Control

Suisa, 2017

 

 L'Éclair - Cruise Control (2017)

Wer auf funky Instrumentalmusik steht, sollte sich dringend das Debutalbum Cruise Control von L’Éclair anhören. Die sechs Herren aus Genf bezeichnen sich als "cosmic instrumental six piece“, und das sagt doch eigentlich schon alles. Die Platte ist allerdings gar nicht so einfach zu finden …  wenn man sie denn auf Vinyl haben will. Im Internet hingegen gibt’s ja bekanntlich fast alles, und ich will Euch das spritzige "Funky splash" und auch "L’Internationale prog“ besonders zum Probehören ans Herz legen. Letzterer Song fängt recht hektisch an und zeigt im zweiten Teil dann gut, was "comic instrumental“ genau bedeutet. Wer’s kurz und knackig mag, sollte sich "O caminho do bem" anhören. Die zwei Songs der B-Seite ("G Love" und "Safari in D") sind hingegen episch lang und gleiten schon mal in (erträgliche) Jazz-Gefilde ab.

[Jochen Praefcke]



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