"Ich kenn' ja nix von der, aber meine Freundinnen da hinten

würden echt gerne was von Helene Fischer hören."

Aus dem Alltag eines DJs -  Dezember 2017


Platte des Monats (2021)

Hier stelle ich in mehr oder weniger regelmäßig ein Schmuckstück aus meiner Sammlung vor. Wer bei den Kommentierungen zu den Platten weitestmögliche Objektivität erwartet, hat natürlich Pech gehabt. Ich bitte daher vorsichtshalber schon mal um Entschuldigung, sollte ich jemandes Lieblingskünstler unsachgemäß erwähnen. Ist fast nie ernst gemeint.

 

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Die Platten des Monats der Vorjahre gibt's  auf den separaten Archivseiten (siehe die entsprechenden Untermenüpunkte). 


Januar 2022

Denise La Salle, Here I am again

Westbound Records, W-209 

 

Side A: Here I am again, Married but not to each other, Share your man with me, I wanna do what's on your mind, Trying to forget 

Side B: My brand on you, Stay with me a while, Anytime is the right time, Don't nobody live here (by the name of Fool), Hit and run

 

Denise La Salle

- Here I am again (1975) -

Denise La Salle bietet auf Ihrem 1975er-Album Here I am again klassischen Seventies-Soul der samtigen Sorte. Thematisch haut sie in eine Kerbe, die aufmerksame Newsletter-Abonnenten nur allzu gut von Millie Jackson kennen (siehe Platten des Monats vom März 2021): die ewige Dreiecksgeschichte. Zwei Frauen, ein Mann, das geht halt auf Dauer nicht gut. Denn der unverblümten Aufforderung Share your man with me würden wohl die wenigsten Frauen gerne nachkommen. Dahingegen würde sich mancher Mann von I want to do what’s on your mind wohl hinreißen lassen. Das Denken in Stereotypen macht das Leben so viel einfacher! Und Married, but not to each other kann man wohl am besten mit "blöd gelaufen“ ins Deutsche übersetzen. Abgesehen vom furztrockenen Titel ist der Song nicht mal sonderlich gut. Das herzzerreißende Don’t Nobody live here (by the name of fool) der offenbar emotional erstarkten Denise ist dafür explizit gut gelungen, ebenso die Ballade Stay with me a while … sehr lasziv, in der Tat. Und zu My brand on you und Hit and Run könnte man notfalls sogar das Tanzbein schwingen.

 

[Jochen Praefcke]



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